Bei manchen Portraitfotos fragt man sich, was der Fotograf im Sinn hatte, als er auf den Auslöser seiner Kamera gedrückt hat. Die Menschen kommen mehr als unvorteilhaft zur Geltung und sind bestimmt alles andere als glücklich darüber, auf diese Art und Weise in einem Rahmen oder in einem Fotoalbum zu landen. Das Fotografieren von Portraits will gelernt sein. Auch wenn man heute durch Bildbearbeitungsprogramme eine Menge korrigieren kann, ist damit noch nicht alles möglich, was die Art und Häufigkeit der Fehler betrifft.
Wie das Gesicht zur Kamera steht, ist ein grundlegender Faktor. Nicht immer ist jede Seite eine Schokoladenseite, weswegen man sich als Fotograf ansehen sollte, von welcher Perspektive aus das Gesicht nicht zu dick, nicht zu dünn, die Nase nicht zu krumm oder die Narbe auf der Wange nicht zu deutlich wird. Ein weiteres Problem stellt der Lichteinfall dar, der für Schatten sorgt, wo man sie nicht haben will oder manche Hautpartien glänzend aussehen lässt. Im Studio ist das weniger ein Problem, als bei Selbstversuchen zu Hause oder im Freien. Hier kann die Sonne für sehr schlechte Lichtverhältnisse sorgen, die Korrektur der Schatten dauert ewig oder ist kaum möglich. Unbedingt vermeiden sollte man, den Bildausschnitt zu groß oder zu klein zu wählen. Lieber schneidet man von der Umgebung noch etwas weg, als das Kinn oder den oberen Haarkranz nicht mehr auf dem Portrait sehen zu können.
Mit einer guten Bildbearbeitungs-Software können Fehler korrigiert werden. Kleine Malheurs vom Fotografen oder Hautunreinheiten, für die dieser nichts kann, sind mit wenigen Mausklicks verschwunden. Wie von Zauberhand wird die Haut glatt und rosig, können kleinere Makel beseitigt werden. Aus einem Mauerblümchen eine Diva zu zaubern, ist dennoch nicht möglich, auch wenn selbst bei hoch dotierten Models die Software erst die wirkliche Schönheit auf das Fotopapier bringt.