Darüber müsste ich eigentlich ein Buch schreiben! – Mit dieser Aussage wollen Menschen eine Aussage treffen, nämlich, dass eine Situation besonders außergewöhnlich, problembehaftet, lustig oder mit anderen Attributen zu bezeichnen ist. Doch nicht jeder kann ein Buch schreiben. Dem einen fehlt es an der sprachlichen Gewandtheit, dem anderen ist schlicht die Phantasie abhanden gekommen. Nicht jeder verfügt zudem über das rhetorische Geschick, einen Gedanken fehlerfrei in Worte fassen zu können. Wer all diese Eigenschaften mit sich bringt, hat es dennoch schwer, als Autor eine Chance zu bekommen. Immerhin reicht es nicht, ein Buch zu schreiben. Man muss es auch an einen Verlag verkaufen können, der es dann veröffentlicht, denn sonst war die ganze Arbeit umsonst. Über Nacht den Ruhm als Autor zu erlangen: Davon träumen viele Schriftsteller, die den Weg einfach nicht mit Erfolg gehen können. Haben sie Glück, landen sie als Romanautoren oder vielleicht noch als Kolumnisten bei Zeitschriften. Ansonsten wird von ihren Werken nicht viel Notiz genommen.
Das Problem mit dem Bekanntheitsgrad ist folgendes: In den Verlagen gehen Tag für Tag die Werke von Schriftstellern ein, die gerne ihr Buch veröffentlichen würden. Manche Exemplare landen nach einem Blick auf den Titel wohl schon in der Abteilung, die die Absagen verschickt. Andere werden gar nicht angesehen und es hat wohl auch etwas mit Glück zu tun, ob und wie ein Buch die Aufmerksamkeit der Lektoren erreicht. Der Vertrag über die Veröffentlichung des eigenen Buches ist also eher die Ausnahme. Es bleibt die Möglichkeit, aus Spaß an der Freude einfach weiter zu schreiben und die Bücher für sich selbst oder die Familie binden zu lassen, damit die Arbeit nicht völlig umsonst war.